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Referendare

Referendare „Referendare sind Beamte auf Widerruf“ Referendare sind Beamte in Ausbildung und daher als „Beamte auf Widerruf beihilfeberechtigt. Für die Beihilfe gelten für sie die gleichen Regelungen wie für alle übrigen Beamtenanwärter: Jeder Referendar, sowie dessen berücksichtigungsfähige Familienmitglieder, hat Anspruch auf Beihilfe von seinem Dienstherrn. […]

Beamte

Focus Money-Test 2011: Debeka und DBV sind Testsieger für Beamte

Focus Money-Test 2011: Debeka und DBV sind Testsieger für Beamte

Beamte haben die Wahlmöglichkeit zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung. Entscheidet sich der Beamte für die private Krankenversicherung, beteiligt sich sein Dienstherr („Arbeitgeber“) in Form von Beihilfe zu einem bestimmten Prozentsatz an seinen Krankheitskosten. Für die verbleibenden Prozent muss sich der Beamte dann privat versichern.

Als Alternative steht den Beamten eine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung offen. In diesem Fall muss der Beamte aber den Beitrag in voller Höhe selbst bezahlen. Die Beihilfe kennt nämlich keinen Arbeitgeberanteil, sondern beteiligt sich stattdessen an den entstehenden Gesundheitskosten. Die GKV ist deshalb für Beamte meist die weitaus teurere Alternative.

Die Privaten Versicherungsgesellschaften bieten für Beamte spezielle Tarife an, die auf die jeweilige Beihilfeverordnung abgestimmt ist. Für die Kosten, die nicht durch die jeweilige Beihilfe abgedeckt sind oder zukünftig nicht mehr übernommen werden, bieten die privaten Versicherungsgesellschaften zusätzlich Beihilfeergänzungstarife an. Für die Beamtenanwärter (Beamte in Ausbildung) bieten die privaten Gesellschaften vergünstigte Ausbildungstarife (Anwärtertarife) an.

Doch wie für andere Berufsgruppen auch gibt es im Beamtensektor erhebliche Preis-Leistungsunterschiede zwischen den verschiedenen Gesellschaften bzw. Tarifen. Im aktuellen Test von Focus Money (11/2011) schnitten bei den Anwärtertarifen die Debeka, HUK-Coburg und die Allianz am besten ab, bei den Beamtentarifen bekamen die DBV, die Alte Oldenburger und die Debeka die besten Bewertungen.

In Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Versicherungsanalysen Franke & Bornberg hat Focus Money die Tarife für Beamte und Beamtenanwärter untersucht. Bewertet wurden die einzelnen Tarife dabei nach ihren Versicherungsleistungen, ihren Beiträgen und der Bonität der jeweiligen Versicherungsgesellschaft. Die Ergebnisse des Tests wurden in Schulnoten zusammengefasst. In das Ergebnis flossen die Versicherungsleistungen und die Beiträge zu jeweils 40 Prozent ein, die Bonität des Unternehmens zu 20 Prozent.

In den Tarifen für Beamte konnten sich die DBV, die Alte Oldenburger und die Debeka durchsetzen. Testsieger mit der Gesamtnote von 1,45 wurde die Axa-Tochter DBV aufgrund ihrer guten Leistungen und ihrer hervorragenden Bonität. Auf Platz zwei liegt die Alte Oldenburger mit einer Gesamtnote von 1,90, Platz drei erreichte die Debeka mit einer Gesamtnote von 2,00. Bei den Anwärtertarifen lagen die Debeka und die HUK-Coburg mit der Gesamtnote von jeweils 1,33 auf Platz eins. Platz zwei erlangte die Allianz mit einer Gesamtnote von 1,67, Platz drei DKV mit einer Gesamtnote von 1,75. Auf den letzten Platz kam die Mannheimer Krankenversicherung mit der Gesamtnote 4 für die Beamtentarife und mit der Gesamtnote 5 für die Anwärtertarife.

Den vollständigen Testergebnis von Focus Money finden Sie hier.

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Pflegeversicherungsprämie für pensionierte Beamte

Pflegeversicherungsprämie für pensionierte Beamte

Ebenso wie für Arbeitnehmer besteht für Beamte die Pflicht zur Pflegeversicherung. Das gilt nicht nur für die Beamten, die über die Beihilfe privat versicherte sind, sondern auch für die Beamten, die während ihrer Dienstzeit freie Heilfürsorge bekommen. Der Beamte muss dabei nicht nur sich selbst pflegeversichern, sondern ebenso alle Angehörigen mit Beihilfeanspruch.

Die Pflicht eines Beamten zur Pflegeversicherung endet nicht mit der Dienstzeit. Aufgrund gesetzlicher Richtlinien gilt sie auch für pensionierte Beamte. Die Beiträge zur Pflegepflichtversicherung für sich und seine beihilfeberechtigten Angehörigen fallen auch während der Pension weiterhin an. Wie auch in der gesetzlichen Krankenversicherung muss der Pensionär im Falle einer privaten Krankenversicherung die Beiträge zur Pflegeversicherung zusammen mit den Beiträgen für die Krankenversicherung monatlich entrichten. Die Höhe der Beiträge orientiert sich, wie die Beiträge zur Krankenversicherung, an der jeweiligen Beihilfeverordnung, der Gesellschaft und dem gewählten Tarif.

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Beamtenanwärter

Beamtenanwärter

„Beamtenanwärter und Referendare sind Beamte in Ausbildung“

Beamtenanwärter sind Beamte in Ausbildung. Nach Beamtenrecht sind sie statusrechtlich als „Beamte auf Widerruf“ anzusehen und dadurch beihilfeberechtigt. Für den Beihilfesatz der Beamtenanwärter gilt die gleiche Regelung wie für Beamte: Er variiert je nach Dienstherr und Anzahl der unterhaltspflichtigen Kinder. Viele Beamtenversicherer bieten vergünstigte Ausbildungstarife für Beamtenanwärter an. Bei den meisten Krankenversicherungsgesellschaften ist eine Versicherung für Beamtenanwärter in diesem Tarif bis zur Vollendung des 35. Lebensjahres möglich.

Günstige Anwärtertarife

Die Anwärtertarife sind besonders vergünstigt. Unter anderem, weil in diesen Tarifen keine Alterungsrückstellungen gebildet werden. Wird der Anwärter nach der Ausbildung verbeamtet, wird sein Tarif ohne erneute Gesundheitsprüfung entsprechend umgestellt. Es liegt in der Obliegenheit des Versicherten, seinen Versicherer über das Ausbildungsende zu informieren. Es gibt allerdings auch hier Gesellschaften, die ihre Kunden zum Ausbildungsende rechtzeitig anschreiben und informieren. Der Versicherte hat nach Beendigung der Ausbildung ein einseitiges Sonderkündigungsrecht und kann den Versicherer wechseln. In diesem Fall muss er sich allerdings einer erneuten Gesundheitsprüfung unterziehen.

Übergangstarife oder Anwartschaft

Häufig werden Lehramtsanwärter nach ihrem Referendariat kurzzeitig arbeitslos. Bestehen Ansprüche aus der Arbeitslosenversicherung, sprich: wenn der Anwärter sich für diesen Zeitraum arbeitssuchend meldet, löst das eine Krankenversicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse aus. Andernfalls gibt es hier bei den spezialisierten Beamtenversicherern besonders vergünstigte Übergangstarife.

Für den Fall einer vorübergehenden Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse ist es sinnvoll, für kleines Geld eine kleine Anwartschaft abzuschließen. Die private Krankenversicherung „ruht“ hierbei lediglich und ist nicht gekündigt. Sobald die Person ins Beamtenverhältnis berufen wird, kann die kleine Anwartschaft „aktiviert“ werden. Der Versicherungsschutz wird dann recht unbürokratisch und ohne erneute Gesundheitsprüfung reaktiviert.

Bessere Leistungen nur mit erneuter Gesundheitsprüfung

Häufig wählen Beamtenanwärter während ihrer Ausbildung aus finanziellen Gründen eine möglichst günstige Tarifvariante. Wahlleistungen wie Heilpraktiker oder Chefarzt werden meist nicht mit abgesichert. Diese Sparmaßnahmen können aber später zum Ärgernis werden: Denn möchte ein Anwärter nach der Ausbildung bessere Leistungen, ist das Aufstocken des Versicherungsschutzes in der Regel nur durch eine erneute Gesundheitsprüfung und mit Zustimmung des Versicherers möglich. Einen Rechtsanspruch gibt es hier nicht. Es sei denn, der Versicherer hat dies bereits in seinen Versicherungsbedingungen garantiert. Einige Versicherer machen dies und bieten die Option auf Höherversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung an.

Vorsicht, Lockangebote!

Bei einigen Gesellschaften entspricht der Anwärtertarif nicht dem anschließenden Beamtentarif. Hier ist Obacht geboten! Unter Umständen sind die Leistungen schlechter oder aber der Beitrag ist sehr hoch. Es empfiehlt sich hier, sich bereits als Anwärter zu informieren, welche Konditionen der Versicherer nach der Ausbildung bzw. dem Referendariat anbietet.

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Pensionsansprüche

Pensionsansprüche von Beamten

Geht ein Arbeitnehmer in den Ruhestand, bekommt er von seiner Rentenversicherung monatlich eine Rente ausgezahlt. Die Höhe der Ansprüche eines Arbeitnehmers hängt von der Zeit ab, die er in die Rentenversicherung eingezahlt hat sowie von der Höhe seiner Einzahlungen.

Die Altersversorgung der Beamten ist anders geregelt als die sozialversicherungspflichtiger Angestellter. Geht ein Beamter in Ruhestand, wird er ein sogenannter Versorgungsempfänger. Sein Dienstherr bezahlt ihm ab diesem Zeitpunkt nicht nur eine Pension (auch als Ruhegehalt bezeichnet), sondern auch weiterhin Beihilfe. In der Regel liegt der Beihilfesatz bei 70% für den Versorgungsempfänger sowie für dessen beihilfeberechtigten Ehegatten. Die Höhe der Pension ist – wie bei Arbeitnehmern und Angestellten – abhängig von seinen Einkünften während seiner Dienstzeit sowie der Dauer des Dienstverhältnisses.

Im Unterschied zu sozialversicherungspflichtigen Angestellten muss ein Beamter während seiner Dienstzeit aber keine Beiträge an eine entsprechende Kasse zahlen. Für die Pension der Beamten kommt der Dienstherr in voller Höhe selbst auf. Geregelt ist der Anspruch der Beamten, Richter und Angestellten/Arbeiter des öffentlichen Dienstes auf eine Versorgung im Alter im Beamtenversorgungsgesetz (BeamtVG).

 

Wer hat Anspruch?

Um einen rechtlichen Anspruch auf seine Pension zu haben, muss der Beamte bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Anspruch auf eine Pension haben prinzipiell

  • Alle Beamte (z.B. Lehrer)
  • Angestellte/Arbeiter im öffentlichen Dienst (z.B. Kirchenangestellte oder Angestellte der Landesbanken)
  • Richter
  • Berufssoldaten

Die volle Höhe seiner Pension erhält der Versorgungsempfänger nur, wenn er

  • die gesetzliche Altersgrenze von 65 Jahren erreicht
  • eine besondere Altersgrenze erreicht. Bei Beamten des Vollzugsbeamten der Polizei, der Justiz sowie Beamten der Feuerwehr liegt diese bei Vollendung des 60. Lebensjahres
  • ab dem 63. Lebensjahr auf eigenen Antrag in den Ruhestand geht
  • schwerbehindert ist und ab dem 60. Lebensjahr auf eigenen Antrag in den Ruhestand geht
  • ohne grobes Verschulden wegen festgestellter, dauernder Dienstunfähigkeit von seinem Dienstherrn in den Ruhestand versetzt wird
  • in den einstweiligen Ruhestand versetzt wird
  • mindestens fünf Dienstjahre geleistet hat

Achtung: Wird die Dienstzeit eines Beamten durch eine Entlassung und nicht durch Erreichen des Ruhestandes oder Eintritt einer Dienstunfähigkeit (nur bei Beamten auf Lebzeit) erreicht, bekommt der Beamte keine Pension bezahlt. Der ausgeschiedene Beamte wird dann in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert und erhält später nur die normale Rente.

 

Höhe der Pension

Die Höhe der Beamtenpension hängt in erster Linie von der Höhe der Besoldung bzw. der Besoldungsstufe und der Anzahl der geleisteten Dienstjahre des jeweiligen Beamten ab. Um den genauen Wert des Pensionsanspruches eines Beamten zu ermittel, bedient sich der Dienstherr einem ähnlichen Punktesystem wie die gesetzliche Rentenversicherung. Für jedes volle Dienstjahr, das ein Beamter geleistet hat, bekommt der Beamte einen Wert von 1,79375 Prozentpunkten angerechnet. Maximal kann ein Wert 71,75 Punkten erreicht werden. Das entspricht einer Dienstzeit von 40 vollen Dienstjahren. Arbeitet der Beamte nur in Teilzeit, wird der Wert von 1,79375 um den entsprechenden Teilzeitfaktor gekürzt.

Arbeitet ein Beamter nach dem Erreichen seines Ruhestandes weiterhin in Altersteilzeit, wird der Jahressatz nicht mehr um den Teilzeitfaktor gekürzt. Jedes Dienstjahr, das ein Beamter in Altersteilzeit leistet, bekommt er zu 90 Prozent angerechnet. Bei beispielsweise sechs Jahren Dienstzeit in Altersteilzeit sind so mindestens fünf Jahre anrechenbar.

Der Wert, der am Ende der Dienstzeit erreicht wird, wird als Prozentsatz genommen, um die Höhe der Pension zu ermitteln. Dazu wird er mit dem aktuellen monatlichen Bezugsanspruch multipliziert. Um zu verhindern, dass durch eine missbräuchliche Beförderung kurz vor Eintritt des Ruhestandes die Pension eines Beamten erhöht wird, muss die neue Position mindestens zwei Jahre lang ausgeübt werden (§ 5, Abs. 3 BemtVG). Zusätzlich zu dem so erreichten Betrag bekommt der Beamte noch seine Familienzuschläge in voller Höhe ausgezahlt.

Beschäftigungszeiten im öffentlichen Dienst, die nicht im Beamtenverhältnis geleistet wurden, können bei der Berechnung des Faktors angerechnet werden. Ebenso werden Rentenansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie aus Erwerbseinkommen der Pension angerechnet. Ebenso wie die Bezüge aus der gesetzlichen Rentenversicherung unterliegen die Bezüge aus Pensionsansprüchen der Einkommenssteuer, es gelten aber für Pensionsbezüge andere steuerliche Regelungen.

 

Kürzungen bei Frührente und Dienstunfähigkeit

Scheidet ein Beamter aufgrund von einer Dienstunfähigkeit vor dem 60. Lebensjahres aus dem Dienst aus, wird ihm die Dienstzeit, die ihm bis zur Vollendung des 60. Lebensjahres verbleibt, zu 2/3 als Zurechnungszeit angerechnet. Geht ein Beamter vor Vollendung des 65. Lebensjahres auf eigenen Wunsch (ohne dienstunfähig zu sein) in den Ruhestand, werden seine Pensionsansprüche für jedes Jahr, das er vorzeitig in Pension geht, um 3,6 Prozent gekürzt. Beamte, die aufgrund einer Dienstunfähigkeit in Pension gehen, bekommen ihre Ansprüche um 3,6 Prozent für jedes Jahr vor Vollendung des 63. Lebensjahres gekürzt. Die Kürzung beträgt für sie jedoch maximal 10,8 Prozent.

 

Mindestversorgung und Unfallruhegehalt

Der Dienstherr hat gegenüber seinen Beamten und dessen Hinterbliebenen eine Alimentationspflicht. Sie umfasst die Besoldung und die Versorgung des Beamten sowie seiner Hinterbliebenen. Sie müssen den allgemeinen und wirtschaftlichen Verhältnisse sowie des allgemeinen Lebensstandards entsprechen. Um seiner Alimentationspflicht nachzukommen und die Unabhängigkeit der Beamten zu stützen, sieht der Dienstherr eine Mindestversorgung sowie ein Unfallruhegehalt vor.

 

Unfallruhegehalt:

Das Unfallruhegehalt wird bei einem Dienstunfall bezahlt, der zur vorzeitigen Dienstunfähigkeit führt. Die Höhe des Unfallruhegehaltes wird nach dem gleichen System wie die Pension berechnet. Der Mindestruhegehaltssatz wird unter besonderer Berücksichtigung der Zurechnungszeiten dabei auf mindestens 66,67 Prozent (vom letzten aktiven Bezug) erhöht. Der maximale Wert von 71,75 Prozent darf jedoch nicht überschritten werden.

 

Mindestversorgung

Die Mindestversorgung wird dann bezahlt, wenn die Dienstunfähigkeit nicht aufgrund eines Arbeitsunfalles, sondern beispielsweise einer Erkrankung eintritt. Man unterscheidet dabei zwischen der amtsabhängigen und der amtsunabhängigen Mindestversorgung. Die amtsabhängige Mindestversorgung beträgt 35 Prozent der maßgeblichen Bezüge aus der ruhegehaltsfähigen Besoldungsgruppe, die amtsunabhängige Mindestversorgung beträgt 65 Prozent der maßgeblichen Bezüge aus der Besoldungsgruppe A 4. Es wird dabei immer der höhere Betrag gewährt.

 

Hinterbliebenenversorgung

Verstirbt ein Beamter, zahlt der Dienstherr dessen hinterbliebenen Ehepartner Witwer- bzw. Witwengeld, hinterbliebene Kinder bekommen Waisengeld. Witwen bzw. Witwer bekommen 60 Prozent der Pension bezahlt, hinterbliebene Ehepartner, die nach dem 31.Dezember 1961 geboren wurden, bekommen nur noch 55 Prozent der Pension.

Halbwaisen bekommen 12 Prozent des Ruhegehalts, Vollwaisen 20 Prozent. Waisen wird das Waisengeld so lange gezahlt, wie eine Unterhaltspflicht gegenüber dem verstorbenen Beamten bestanden hätte (beispielsweise bis zum Ende einer Ausbildung), maximal jedoch bis zum 27. Lebensjahr. Ansprüche über dieses Alter hinaus bestehen nur für Waisen, die nicht in der Lage sind, ihren Lebensunterhalt durch eine eigenständige Erwerbstätigkeit zu decken (Behinderte).

Wie auch bei den normalen Pensionsansprüchen werden die Familienzuschläge ungekürzt ausgezahlt. Eigene Einkünfte der Hinterbliebenen werden zumindest teilweise angerechnet. Ist das eigene Einkommen eines Hinterbliebenen dementsprechend hoch, kann es auch zur vollständigen Zahlungseinstellung führen. Keine Ansprüche auf Leistungen haben hinterbliebene Ehepartner bei sogenannten „Versorgungsehen“. Von einer Versorgungsehe wird nach heutiger Rechtslage ausgegangen, wenn

  • die Ehe zum Zeitpunkt des Ablebens des Versorgungsempfängers weniger als ein Jahr bestand oder
  • die Ehe erst nach Vollendung des 65. Lebensjahres geschlossen wurde und kinderlos geblieben ist.

In Ausnahmefällen ist die Gewährung eines Unterhaltsbeitrages (meist in Höhe der Hinterbliebenenbezüge) möglich.

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Krankenversicherung für Beamte

Die private Krankenversicherung für Beamte

„Beamte haben die Wahl zwischen der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung“

Ebenso wie alle anderen Personen auch müssen sich Beamte krankenversichern. Da sie aber nicht sozialversicherungspflichtig sind, haben Beamte die Wahlmöglichkeit zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung. Entscheidet sich der Beamte für die private Krankenversicherung, beteiligt sich sein Dienstherr („Arbeitgeber“) in Form von Beihilfe zu einem bestimmten Prozentsatz an seinen Krankheitskosten. Entscheidet er sich dagegen für die gesetzliche Krankenversicherung, muss der den Beitrag dafür alleine tragen.

 

Der Beihilfeanspruch eines Beamten gegenüber seinem Dienstherrn ist abhängig von dessen Bundesland, Familienstand und Kinderanzahl. Unverheiratet und ohne Kinder beträgt der Beihilfeanspruch (Beihilfesatz) 50%. Die verbleibenden 50% muss der Beamte bei einer privaten Krankenversicherung absichern. Vereinfacht ausgedrückt: Der Beamte erhält vom Arzt eine Rechnung, welche er bei der Beihilfestelle (Versorgungsamt) und der privaten Krankenversicherung einreicht. Entsprechend der Beihilfeverordnung bzw. der versicherten Tarifleistung bei seiner privaten Krankenversicherung bekommt der Beamte dann die Erstattung überwiesen.

 

Beihilfeberechtigt sind:

  • Alle Beamte (z.B. Lehrer, Berufsfeuerwehr, Polizei)
  • Richter
  • Berufssoldaten, Soldaten auf Zeit und Soldaten im Ruhestand
  • Versorgungsempfänger

Für manche Beamte, wie beispielsweise Berufssoldaten, kann es sein, dass trotz des Beihilfeanspruches freie Heilfürsorge besteht. Während der Zeit des Dienstverhältnisses hat der Beamte dann Anspruch auf eine truppenärztliche oder amtsärztliche Versorgung (gilt nicht für deren Familienmitglieder). Beihilfe bezahlt der Dienstherr dann erst mit dem Eintritt in den Ruhestand.

 

Die Fürsorgepflicht des Dienstherrn endet jedoch nicht bei der Versorgung seiner Beamten. Auch Familienmitglieder des Beamten sind „berücksichtigungsfähig“, bekommen also Beihilfe, wenn sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Dieser Anspruch besteht auch dann weiterhin, wenn der Beamte verstirbt. Im Rahmen der Witwen/-r und Waisenversorgung wird die Beihilfe so lange weiterhin gezahlt, wie diese berücksichtigungsfähig sind.

 

Berücksichtigungsfähige Familienmitglieder:

  • Unterhaltspflichtige Kinder
  • Ehegatten, deren Einkommen eine entsprechende Grenze nicht überschreitet. Diese Grenze wird von der jeweiligen Beihilfevorschrift festgelegt und liegt in der Regel bei 18.000,- € Bruttojahreseinkommen.

 

Wie für alle anderen Berufsgruppen werden die Beiträge zur privaten Krankenversicherung für Beamte ebenfalls nach dem Äquivalenzprinzip kalkuliert. D.h. der Beitrag ist abhängig von Alter, Geschlecht und Gesundheitszustand des Antragstellers.

 

Die Beihilfeberechtigung erstreckt sich nur über die Zeit des Dienstverhältnisses. Wechselt ein Beamter z.B. in ein normales Angestelltenverhältnis, verliert er seinen Beihilfeanspruch und wird in der Regel versicherungspflichtig in der gesetzlichen Krankenkasse.

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Fragen zur Beihilfe

Besteht Krankenversicherungspflicht für Beamte trotz Beihilfe ?

In Deutschland besteht für jeden Einwohner die Pflicht zu einer Krankenversicherung. Obwohl Beamte nicht sozialversicherungspflichtig sind, müssen sie sich daher dennoch krankenversichern. Es steht Ihnen aber prinzipiell frei, sich gesetzlich freiwillig zu versichern oder ergänzend zur Beihilfe eine private Restkostenversicherung abzuschließen.

Zitat aus der Begründung des Gesetzesentwurfs zur Gesundheitsreform:

“Beihilfeberechtigte Personen, die über keine ergänzende Krankheitskostenvollversicherung über den von der Beihilfe nicht übernommenen Kostenteil verfügen, werden als Personen ohne Absicherung im Krankheitsfall angesehen. Sie fallen unter die Versicherungspflicht nach § 5 Abs. 1 Nr. 13 SGB V, sofern sie zuletzt gesetzlich krankenversichert waren.”

 

Was ist eigentlich Beamtenbeihilfe?

Die Beamtenbeihilfe wird häufig auch als Beihilfeversicherung bezeichnet. Bei der Beihilfe handelt es sich aber nicht um eine Versicherung. Vielmehr ist sie ein eigenes Fürsorgesystem, mit dem der Staat seiner Fürsorgepflicht nachkommt. Der jeweilige Dienstherr (z.B. Kommunal-, Bundes- oder Landesbehörde) beteiligt sich dabei in Form von Beihilfe an den entstehenden Krankheitskosten seiner Beamten. Die Höhe der Beihilfe ist abhängig von Bundesland und Familienstand des jeweiligen Beamten und liegt zwischen 50% und 80%. Die verbleibenden Prozente müssen vom Beamten über eine private Krankenversicherung abgesichert werden.

Einige private Versicherungsgesellschaften bieten speziell auf die jeweilige Beihilfe abgestimmte Tarife an. Um in der Vielzahl der Angebote den passenden Tarif zu finden, helfen Ihnen unsere Krankenversicherungsexperten gerne weiter.

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Beihilfesatz

Wer ist Beihilfeberechtigt

Die Beihilfe ist ein eigenständiges Fürsorgesystem, mit dem der jeweilige Dienstherr seiner Fürsorgeplicht gegenüber seiner Beihilfeberechtigten nachkommt.

Beihilfeberechtigte Personen sind:

  1. Beamte (z.B. Lehrer, verbeamtete Ärzte u. Zahnärzte)
  2. Beamtenanwärter
  3. Richter
  4. Personen im öffentlichen Dienst
  5. Berufssoldaten, Soldaten auf Zeit und Soldaten im Ruhestand
  6. Versorgungsempfänger (= ehemals Beihilfeberechtigte im Ruhestand)

Nicht nur Personen dieser Berufsgruppen, auch deren Angehörige können beihilfeberechtigt sein, sofern sie berücksichtigungsfähig sind.

Berücksichtigungsfähige Familienmitglieder sind:

  1. Kinder, solange für sie ein Anspruch auf Kindergeld besteht.
  2. Ehegatten, deren Einkommen eine entsprechende Grenze nicht überschreitet. Diese Grenze wird von der jeweiligen Beihilfevorschrift festgelegt und liegt in der Regel bei 18.000,- € Bruttojahreseinkommen.

Die Höhe des Beihilfesatzes hängt von der jeweiligen Beihilfeverordnung ab. Die Beihilfe wird nicht pauschal für die Familie gezahlt, sondern für jedes beihilfeberechtigte Familienmitglied extra. Es muss also pro Person das Restrisiko versichert werden. Um eine Überversicherung zu vermeiden, dürfen der privat versicherte Anteil und die Beihilfe zusammen nicht mehr wie 100% der Krankheitskosten ergeben.

 

»Beihilfesatz

Beamte unterliegen, ebenso wie alle anderen Personen, der Versicherungspflicht. Da sie aber nicht sozialversicherungspflichtig sind, haben Beamte die Wahlmöglichkeit zwischen der gesetzlichen Krankenkasse und der privaten Krankenversicherung.

Entscheidet sich ein Beamter für die private Krankenversicherung, bezuschusst die Beihilfe die Krankenversicherung des Beamten mit einem bestimmten Prozentsatz. Die Höhe des Beihilfesatzes ist in der jeweiligen Beihilfeverordnung festgelegt, sprich: sie variiert von Bundesland zu Bundesland.

In der Regel liegt der Beihilfesatz für einen Beamten bei 50% und kann bis auf 80% steigen (je nach Bundesland), wenn der Beamte unterhaltspflichtige Kinder hat.
Auch die Familienmitglieder von Beihilfeberechtigten bekommen Beihilfe. Ihr Satz –abhängig von der jeweiligen Beihilfeverordnung – liegt in der Regel bei 70%.
Ehepartner von Beihilfeberechtigten bekommen in der Regel ebenfalls einen Beihilfesatz von 70%, sofern ihr Bruttojahreseinkommen 18.000,- € nicht übersteigt.

Entscheidet sich ein Beamter für eine gesetzliche Krankenkasse, entfällt die Beihilfe. Der Beamte muss seine Krankenversicherung vollständig aus eigener Tasche bezahlen.

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Beihilfe

Beihilfe für Beamte

Die Beihilfe ist ein eigenständiges Fürsorgesystem. Sie unterstützt alle Beihilfeberechtigten finanziell im Krankheitsfall, Geburt oder Tod, indem sie ihnen einen bestimmten Prozentsatz ihrer Krankheitskosten bezahlt.
Mit der Beihilfe kommt der jeweilige Dienstherr – dabei kann es sich um die BRD oder ein Bundesland handeln – seiner gesetzlich vorgeschriebenen Fürsorgepflicht nach.

Beihilfeberechtig sind:

  1. Alle Beamte (z.B. Lehrer)
  2. Personen im öffentlichen Dienst
  3. Richter
  4. Berufssoldaten, Soldaten auf Zeit und Soldaten im Ruhestand
  5. Versorgungsempfänger (z. B. Beamte im Ruhestand)

Jedes Bundesland hat seine eigene Beihilfeverordnung, die regelt, für welche Leistung und in welcher Höhe die Kosten übernommen werden.
In der Regel (kann je nach Dienstherr variieren) bekommt jeder Beihilfeberechtige zunächst einen Beihilfesatz von 50%. Dieser kann sich aber durch unterhaltspflichtige Kinder weiter nach oben verändern.
Für berücksichtigungsfähige Familienmitglieder wird ebenfalls Beihilfe bezahlt. Ihr Satz ist in der Regel höher, als der des entsprechenden Beihilfeberechtigten.

Berücksichtigungsfähige Familienmitglieder sind:

  1. Unterhaltspflichtige Kinder
  2. Ehegatten, deren Einkommen eine entsprechende Grenze nicht überschreitet. Diese Grenze wird von der jeweiligen Beihilfevorschrift festgelegt und liegt in der Regel bei 18.000,- € Bruttojahreseinkommen.

Die Beihilfeberechtigung erstreckt sich nur über den Zeitraum des Dienstverhältnisses. Wechselt ein Beihilfeberechtigter z.B. in ein normales Angestelltenverhältnis, verliert er seinen Beihilfeanspruch und wird versicherungspflichtig.

Man spricht bei der Beihilfe von einer „halben Versicherung“, da sie nur einen bestimmten Prozentsatz der Krankheitskosten abdeckt. Der jeweilige Beihilfeberechtigte muss sich für das prozentuale Restrisiko aus eigener Tasche absichern. Viele Versicherungsgesellschaften bieten dafür spezielle „Beamtentarife“ an.

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Krankenversicherung für Beamtenanwärter

Krankenversicherung für Beamtenanwärter

Beamtenanwärter sind Beamte in Ausbildung. Nach Beamtenrecht sind sie statusrechtlich als „Beamte auf Widerruf“ anzusehen und dadurch beihilfeberechtigt. Für den Beihilfesatz der Beamtenanwärter gilt die gleiche Regelung wie für Beamte: er variiert je nach Dienstherr und Anzahlt der unterhaltspflichtigen Kinder.

Viele Beamtenversicherer bieten vergünstigte Ausbildungstarife für Beamtenanwärter an.
Sie sind deshalb so günstig, weil in die Beiträge keine Altersrückstellungen mit einkalkuliert werden.
Je nach Gesellschaft werden die Anwärtertarife sogar bis zur Vollendung des 38. Lebensjahres angeboten.

Hat ein Anwärter sich für eine Versicherung entschieden, ist er für die Dauer seiner Ausbildung in diesem vergünstigten Ausbildungstarif versichert. Beendet er seine Ausbildung und wechselt dann ins Beamtenverhältnis, wird sein vergünstigter Tarif automatisch und ohne erneute Gesundheitsprüfung auf einen normalen Tarif umgestellt.

Häufig werden Lehramtsanwärter nach ihrem Referendariat kurzzeitig arbeitslos. In dieser Zeit sind sie in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Die private Krankenversicherung kann für diesen Zeitraum ruhen. Sobald der Anwärter dann wieder ins Beamtenverhältnis geht, wird seine private Krankenversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung reaktiviert.

Bei einem guten Beamtenversicherer ist es sogar so, dass man nach der Ausbildung die Option auf Höherversicherung hat (z.B. Zweibettzimmer/Chefarzt), ohne sich erneut einer Gesundheitsprüfung unterziehen zu müssen.

Vorsicht, Lockangebote!
Bei einigen Gesellschaften entspricht der Anwärtertarif nicht dem anschließenden Beamtentarif. Häufig sind die Leistungen des Anwärtertarifes schlechter, als die des anschließenden Beamtentarifes. Andere Anbieter locken mit guten Leistungen im Anwärtertarif, die Leistungen des entsprechenden Beamtentarifs sind aber vergleichsweise schlecht. Wichtig ist auch, sich bereits bei Abschluss des Anwärtertarifes zu informieren, was die Versicherung nach der Ausbildung kostet.

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