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Referendare

Referendare „Referendare sind Beamte auf Widerruf“ Referendare sind Beamte in Ausbildung und daher als „Beamte auf Widerruf beihilfeberechtigt. Für die Beihilfe gelten für sie die gleichen Regelungen wie für alle übrigen Beamtenanwärter: Jeder Referendar, sowie dessen berücksichtigungsfähige Familienmitglieder, hat Anspruch auf Beihilfe von seinem Dienstherrn. […]

Beamtenanwärter

Focus Money-Test 2011: Debeka und DBV sind Testsieger für Beamte

Focus Money-Test 2011: Debeka und DBV sind Testsieger für Beamte

Beamte haben die Wahlmöglichkeit zwischen der gesetzlichen und der privaten Krankenversicherung. Entscheidet sich der Beamte für die private Krankenversicherung, beteiligt sich sein Dienstherr („Arbeitgeber“) in Form von Beihilfe zu einem bestimmten Prozentsatz an seinen Krankheitskosten. Für die verbleibenden Prozent muss sich der Beamte dann privat versichern.

Als Alternative steht den Beamten eine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung offen. In diesem Fall muss der Beamte aber den Beitrag in voller Höhe selbst bezahlen. Die Beihilfe kennt nämlich keinen Arbeitgeberanteil, sondern beteiligt sich stattdessen an den entstehenden Gesundheitskosten. Die GKV ist deshalb für Beamte meist die weitaus teurere Alternative.

Die Privaten Versicherungsgesellschaften bieten für Beamte spezielle Tarife an, die auf die jeweilige Beihilfeverordnung abgestimmt ist. Für die Kosten, die nicht durch die jeweilige Beihilfe abgedeckt sind oder zukünftig nicht mehr übernommen werden, bieten die privaten Versicherungsgesellschaften zusätzlich Beihilfeergänzungstarife an. Für die Beamtenanwärter (Beamte in Ausbildung) bieten die privaten Gesellschaften vergünstigte Ausbildungstarife (Anwärtertarife) an.

Doch wie für andere Berufsgruppen auch gibt es im Beamtensektor erhebliche Preis-Leistungsunterschiede zwischen den verschiedenen Gesellschaften bzw. Tarifen. Im aktuellen Test von Focus Money (11/2011) schnitten bei den Anwärtertarifen die Debeka, HUK-Coburg und die Allianz am besten ab, bei den Beamtentarifen bekamen die DBV, die Alte Oldenburger und die Debeka die besten Bewertungen.

In Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Versicherungsanalysen Franke & Bornberg hat Focus Money die Tarife für Beamte und Beamtenanwärter untersucht. Bewertet wurden die einzelnen Tarife dabei nach ihren Versicherungsleistungen, ihren Beiträgen und der Bonität der jeweiligen Versicherungsgesellschaft. Die Ergebnisse des Tests wurden in Schulnoten zusammengefasst. In das Ergebnis flossen die Versicherungsleistungen und die Beiträge zu jeweils 40 Prozent ein, die Bonität des Unternehmens zu 20 Prozent.

In den Tarifen für Beamte konnten sich die DBV, die Alte Oldenburger und die Debeka durchsetzen. Testsieger mit der Gesamtnote von 1,45 wurde die Axa-Tochter DBV aufgrund ihrer guten Leistungen und ihrer hervorragenden Bonität. Auf Platz zwei liegt die Alte Oldenburger mit einer Gesamtnote von 1,90, Platz drei erreichte die Debeka mit einer Gesamtnote von 2,00. Bei den Anwärtertarifen lagen die Debeka und die HUK-Coburg mit der Gesamtnote von jeweils 1,33 auf Platz eins. Platz zwei erlangte die Allianz mit einer Gesamtnote von 1,67, Platz drei DKV mit einer Gesamtnote von 1,75. Auf den letzten Platz kam die Mannheimer Krankenversicherung mit der Gesamtnote 4 für die Beamtentarife und mit der Gesamtnote 5 für die Anwärtertarife.

Den vollständigen Testergebnis von Focus Money finden Sie hier.

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Beamtenanwärter

Beamtenanwärter

„Beamtenanwärter und Referendare sind Beamte in Ausbildung“

Beamtenanwärter sind Beamte in Ausbildung. Nach Beamtenrecht sind sie statusrechtlich als „Beamte auf Widerruf“ anzusehen und dadurch beihilfeberechtigt. Für den Beihilfesatz der Beamtenanwärter gilt die gleiche Regelung wie für Beamte: Er variiert je nach Dienstherr und Anzahl der unterhaltspflichtigen Kinder. Viele Beamtenversicherer bieten vergünstigte Ausbildungstarife für Beamtenanwärter an. Bei den meisten Krankenversicherungsgesellschaften ist eine Versicherung für Beamtenanwärter in diesem Tarif bis zur Vollendung des 35. Lebensjahres möglich.

Günstige Anwärtertarife

Die Anwärtertarife sind besonders vergünstigt. Unter anderem, weil in diesen Tarifen keine Alterungsrückstellungen gebildet werden. Wird der Anwärter nach der Ausbildung verbeamtet, wird sein Tarif ohne erneute Gesundheitsprüfung entsprechend umgestellt. Es liegt in der Obliegenheit des Versicherten, seinen Versicherer über das Ausbildungsende zu informieren. Es gibt allerdings auch hier Gesellschaften, die ihre Kunden zum Ausbildungsende rechtzeitig anschreiben und informieren. Der Versicherte hat nach Beendigung der Ausbildung ein einseitiges Sonderkündigungsrecht und kann den Versicherer wechseln. In diesem Fall muss er sich allerdings einer erneuten Gesundheitsprüfung unterziehen.

Übergangstarife oder Anwartschaft

Häufig werden Lehramtsanwärter nach ihrem Referendariat kurzzeitig arbeitslos. Bestehen Ansprüche aus der Arbeitslosenversicherung, sprich: wenn der Anwärter sich für diesen Zeitraum arbeitssuchend meldet, löst das eine Krankenversicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenkasse aus. Andernfalls gibt es hier bei den spezialisierten Beamtenversicherern besonders vergünstigte Übergangstarife.

Für den Fall einer vorübergehenden Pflichtversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse ist es sinnvoll, für kleines Geld eine kleine Anwartschaft abzuschließen. Die private Krankenversicherung „ruht“ hierbei lediglich und ist nicht gekündigt. Sobald die Person ins Beamtenverhältnis berufen wird, kann die kleine Anwartschaft „aktiviert“ werden. Der Versicherungsschutz wird dann recht unbürokratisch und ohne erneute Gesundheitsprüfung reaktiviert.

Bessere Leistungen nur mit erneuter Gesundheitsprüfung

Häufig wählen Beamtenanwärter während ihrer Ausbildung aus finanziellen Gründen eine möglichst günstige Tarifvariante. Wahlleistungen wie Heilpraktiker oder Chefarzt werden meist nicht mit abgesichert. Diese Sparmaßnahmen können aber später zum Ärgernis werden: Denn möchte ein Anwärter nach der Ausbildung bessere Leistungen, ist das Aufstocken des Versicherungsschutzes in der Regel nur durch eine erneute Gesundheitsprüfung und mit Zustimmung des Versicherers möglich. Einen Rechtsanspruch gibt es hier nicht. Es sei denn, der Versicherer hat dies bereits in seinen Versicherungsbedingungen garantiert. Einige Versicherer machen dies und bieten die Option auf Höherversicherung ohne erneute Gesundheitsprüfung an.

Vorsicht, Lockangebote!

Bei einigen Gesellschaften entspricht der Anwärtertarif nicht dem anschließenden Beamtentarif. Hier ist Obacht geboten! Unter Umständen sind die Leistungen schlechter oder aber der Beitrag ist sehr hoch. Es empfiehlt sich hier, sich bereits als Anwärter zu informieren, welche Konditionen der Versicherer nach der Ausbildung bzw. dem Referendariat anbietet.

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